Vogue

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Mode ist überall. Im Kiosk gibt es unzählige Magazine, die über die neusten Kollektionen und deren Designer informieren. Im Internet gibt es hunderte von Blogs von Frauen und Männern, die über ihre Erlebnisse mit Mode schreiben und ihren eigenen Stil präsentieren. Und auf YouTube kann man viele verschiedene Lookbooks finden, die beinahe zu jedem Ereignis, sei es das erste Date oder ein Urlaub, Ideen und Inspirationen geben. Die wohl größte und bekannteste Zeitschrift, die sich mit Mode auseinandersetzt ist die Vogue. Die Models, die es auf das Cover schaffen, bezeichnen das als einen der Höhepunkte ihrer Karriere. Die Designer, die in dem Magazin vorgestellt werden, fühlen sich geehrt. Wer also Erfolg in der Modewelt haben will und talentiert genug ist, erscheint in der Vogue. Wie es aber eigentlich dazu kam, dass die größte Modezeitschrift der Welt nun solch einen Stellenwert in der Welt hat, wissen nicht viele.


Was ist die Vogue?

Die Vogue ist eine Frauenzeitschrift, die international verbreitet ist und monatlich von 20 Millionen Frauen auf der ganzen Welt gelesen wird. Sie wird derzeit in 21 Ländern individuell erstellt und herausgegeben, in viele andere Länder werden die Ausgaben exportiert. Vogue JuliDas monatliche Magazin zeichnet sich vor allem durch aufwendige Fotostrecken bekannter Fotografen, die die neuste, exklusive Damenmode zeigen, aus. Für diese waren schon unter anderem Fotografen wie Adolphe de Meyer, Edward Steichen und
Man Ray zuständig. Die redaktionellen Beiträge drehen sich um Design, Architektur, Prominenten, Kultur, Reisen sowie Unterhaltung. Von den 20 Millionen Frauen, die die Vogue lesen, sind ca. 12 Millionen Leserinnen der amerikanischen Ausgabe. Über eine Milion Leser hat jeweils die deutsche, französische, britische und chinesische Ausgabe. Die niederländischen, portugiesischen und thailändischen Ausgaben werden von weniger Frauen gelesen, nämlich von ungefähr 200 tausend. Dabei sind Frauen ab 29 Jahren, die Interesse an Mode und Luxusmarken haben die Zielgruppe des Magazins. Die größten Konkurrenzmagazine der Vogue sind Harper’s Bazaar und Elle.  

 

Entwicklung der Vogue

Die erste Ausgabe der Vogue erschien bereits 1892 in den USA, New York und behandelte das Leben der New Yorker Elite, beinhaltete aber auch Tipps bezüglich Kleidung; hauptsächlich welches Outfit man zu welcher Tageszeit anziehen sollte, da es früher üblich war, die Kleidung mehrmals am Tag zu wechseln. Dabei hat die längste Geschichte die amerikanische, britische und französische Vogue. Auf dem ersten Cover der Vogue war eine Debütantin zu sehen. Sie wurde von Arthur Baldwin Turnure herausgegeben. Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Cover der Vogue schwarz weiße Bilder. Als Vogue dann von Condé Nast gekauft wurde, wurden diese farblich gemacht, da Condé Nast wusste, dass gerade das Cover sehr wichtig ist und den Lesern Vogue 100auffallen muss. 1939 war dann das erste Foto mit Farbe auf dem Cover der Vogue zu sehen. 1966 erschien, in der britischen Ausgabe, zum ersten mal ein dunkelhäutiges Model auf dem Cover. Condé Nast hat die Vogue 1909 gekauft und machte aus dem wöchentlichen Blatt ein Magazin, welches zuerst alle zwei Wochen erschien, später dann einmal im Monat und die Themen Mode, Beauty und Etikette behandelte. Die bestverkaufte Vogue in der Geschichte war die Ausgabe zu dem 100-jährigen Jubiläum der Vogue, welche 1992 erschien. Auf dem Cover waren alle Supermodels wie zum Beispiel Cindy Crawford und Naomi Campbell zu sehen. Vor Kurzem erschuf die amerikanische Vogue ein Archiv, für welches man sich einen Zugang für 1500$ erkaufen und damit alle Ausgaben der amerikanischen Vogue ansehen und durchlesen kann.

 
Anna Wintour und ihre Einflüsse

Anna Wintour
Bild von Stylebook gemopst, wie man unschwer erkennen kann ;) 

Anna Wintour, die am 3. November 1949 in London geboren wurde, ist seit 1988 die Chefredakteurin der US-amerikanischen Ausgabe der Vogue. Ihre Karriere begann 1970 bei der Zeitschrift Harper’s Bazaar. 1986 wurde sie Redakteurin bei der Vogue und ein Jahr später bei House and Garden. Das Interesse für Journalismus liegt eindeutig in der Familie, denn ihr Vater war der Herausgeber der Londoner Zeitung Evening Standard und ihr Bruder Patrick ein Politikjournalist der britischen Tageszeitung The Guardian. Als Chefredakteurin entschied Anna, dass der Schwerpunkt der amerikanischen Vogue ausschließlich bei der Mode liegen sollte, so sorgte bereits das erste Cover, welches von ihr erstellt wurde, für Aufruhr. Auf diesem, war ein Mädchen zu sehen, welches ein 10.000$ teures Oberteil mit 50$ Hosen trug. Anna wurde deswegen von den Herausgebern gefragt, ob sie nicht zufällig das Foto verwechselt hat, da es untypisch war Kleidungsstücke solch verschiedener Preisklassen zu kombinieren. Sie wird als die einflussreichste Frau der Modebranche bezeichnet, was nicht nur an ihrem Stilbewusstsein liegt, welches durch die Trends, die sie setzt, besonders unterstrichen wird, sie setzt sich auch für neue Designer ein und fördert diese. Das wichtigste allerdings, was Anna erkannt hat, war das Potential der Stars, Musiker und Schauspieler. Sie kam zu dem Entschluss, dass man statt Model bekannte Persönlichkeiten auf das Cover bringen könnte. Also entschied sie sich Madonna auf ein Cover zu bringen, was kein Fehler war, da der Verkauf dieser Ausgabe um 40% gestiegen ist. Sie hat aber nicht nur bei der Vogue für viel Erfolg und Individualität gesorgt, sie hat auch drei weitere Magazine, nämlich Teen Vogue, Vogue Living und Men’s Vogue eingeführt.

 

Vogue Deutschland

Vogue erschien in Deutschland zum ersten mal im April 1928. Bis Oktober 1929 war der Verlagssitz in Berlin, was sich aber seit August 1979 geändert hat, denn der Verlagsstandort wurde nach München verlegt. Neben der Printausgabe gibt es in Deutschland seit 2001 eine Seite im Internet vogue.com der Firma CondéNet, welche ein Unternehmen der Condé Nast Verlagsgruppe isr und ihren Redaktionssitz ebenfalls in München hat. Dazu gibt es noch die Vogue Business, die vierteljährlich erscheint und Themen für Geschäftsfrauen behandelt. Die Men’s Vogue wurde, in Deutschland, mit dem Lifestylemagazin GQ zusammengefasst, da der Verkaufserfolg durchschnittlich war. Der Durchschnittsleser der deutschen Vogue ist 42 Jahre alt, was im Vergleich zu Russland einen deutlichen Unterschied macht, denn dort ist der Durchschnittsleser ganze 10 Jahre jünger.

 
Christiane Arp

Christiane Arp ist die Chefredakteurin der deutschen Vogue. Sie wurde am 11. Mai 1961 in
Niedersachsen geboren. Als stellvertretende Chefredakteurin und Fashion Director (2015 gab sie die Stelle des Fashion DireChristiane Arpctors an Nicola Knels) kam die Diplom- Modedesignerin, die ihre Karriere bei den Zeitschriften Brigitte und Viva begann, 2002 zur Vogue. Bevor sie jedoch 2003 die Chefredakteurin der Vogue wurde (ihre Vorgängerinnen waren unter anderem Angelica Blechschmidt und Christa Dowling), arbeitete sie in vorherigen Jahren unter anderem als Ressortleiterin für Mode und Lifestyle beim Stern, als Modechefin für die Zeitschrift Für Sie, wie auch als Fashion Director bei der Amica.

Jetzt bin ich aber gespannt; wusstet ihr alles oder gab es doch das ein oder andere, was euch überrascht hat? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen :) 

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