Er

PicMonkey Collage (32)Es ist schon ein wenig länger her, seitdem ich diesen Text geschreiben habe und er ist auch auf jemand anders bezogen, als in den anderen Posts von mir. Wollte es nur gesagt haben, damit keiner etwas falsches denkt.

Er. Er war meine erste Liebe. Er, war der eine, den ich als richtig, als wichtig angesehen habe. Ich habe ihn verziehen. Jeden Fehler. Die großen, die mein Herz zerbrachen und die kleinen, die nicht der Rede wert waren. Ich habe ihn geliebt. Selbst als er mir zeigte, ich sollte es nicht. Er liebte mich nicht. Er war mein Licht. Und wer war ich? Ich schätze nur eine Maus in dem ganzen Spiel. Was ihn so besonders machte? Ehrlich, ich weiß es nicht! So viele Tränen hab ich an ihn vergoßen, denn ich war mir sicher, ich würde ihn immer lieben. Alle, die mir in die Augen sahen, fanden dort leere, als er mich verließ. Doch noch davor, als er da war, da sahen sie mich. Mich, die unendlich glücklich war. Die nur gelächelt hat, und auf der Welt nichts böses sah. Wie er war? Ich weiß es nicht. Die Erinnerung verblasst. Ich weiß nur, er hatte sich nicht an viel erinnert. War vergesslich. Ich mochte es nicht, akzeptierte es, weil er es war, ein Teil von ihm. Er war unsicher, schühtern. Eigentlich das was ich nie mochte. Ich bin der Typ, der Selbstbewusstsein mehr als Schüchterheit schätzt Ich mag es, wenn jemand weiß was er will und dafür auch kämpft. Aber wißt ihr was? Bei ihm war es egal. Ich hab alle Prinzipien übers Bord geworfen und sprang ins Ungewisse. Ins kalte Wasser, könnte man sagen. Tu es nicht, hört man irgendwo, du wirst an der Kälte sterben und der Aufprall, von dieser Höhe aus, wird dir alle Knochen brechen. Ich weiß nicht, ob ich es damals nicht hörte oder es einfach nicht hören wollte, aber ich sprang. Und kurz vor dem Aufprall, wusste ich, mir würde nichts geschehen. Dann die erste Berührung mit dem Wasser, der Aufprall war schmerzlos, doch die Kälte war zu stark für mich. Sein Kälte. Sie brachte mich um. Sie raubte mir den Atem und zerschmetterte meine Lunge. Ich konnte nicht nach oben schwimmen und Luft holen. Ich konnte es nicht, obwohl ich es so sehr wollte. Ich hatte einfach keine Kraft. Ich war zu schwach. Also blieb ich im Wasser, spürte jeden Stich, doch ich starb nicht. Ich lernte unter diesem kalten Wasser zu atmen, doch die Kälte schwand nicht, sie versetzte mir Tag für Tag einen Stich, ausnahmslos. Aber ich lebte, zumindest dachte ich das. Warum er es tat? Auch das weiß ich nicht, aber ich hab eine Vermutung. Vielleicht wurde dasselbe mit ihm gemacht. Vielleicht wurde er auch in eine unglaubliche Kälte geschupst, die er zwar überlebte, die ihn aber veränderte. Die ihm sein Vertrauen für die Menschen raubte. Die ihm glauben ließ, er dürfte nichts mehr von sich zeigen, niemanden mehr an sich lassen, er könnte doch verletzt werden. Wieder in der Tiefe der Kälte schwimmen, und dort vielleicht nicht mehr heile raus finden. Vielleicht dachte er das. Vielleicht auch nicht. Doch, weißt du was? Ich liebte dich.

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2 Gedanken zu “Er

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