Vertrauen

PicMonkey Collage (24)

Manche meinen, ich wäre naiv. Und ich überdenke diese These. Bin ich das wirklich? Eigentlich dachte ich stets, ich wäre das Gegenteil – mein Vertrauen, nur schwer zu erobern – doch dachte ich nach, und mit jedem Gedanken kam ich der Hinsicht näher – ich bin naiv. 

Doch wie kann es passieren? Wie kann es möglich sein, dass man so lang eine falsche Selbstwahrnehmung hat? Vielleicht will man nur das gute in den Menschen sehen, dabei sollten sie sich unser Vertrauen verdienen. Ich bin eindeutig einer dieser Menschen, einer der die Welt nicht so sehen will, wie sie doch tatsächlich ist.
Ich glaube immer an die gute Seite. Wenn jemand einen Fehler macht, sag ich stets, dass es jedem passieren kann. Dass niemand perfekt ist. Doch die Fehler der Menschen werden immer schlimmer, der Kreislauf der dabei entsteht ist dieser :               
Fehler begehen und mich verletzen, meinen, dass wäre nicht so gemeint, dass wollten sie doch nicht. Und eine Bitte um eine weitere Chance. Und ich geh drauf ein. Manchmal wird der Fehler nicht mal zugegeben, der Vertrauensbruch verdrängt und es wird nicht um Verzeihung gebeten, sondern nach ihr verlangt.               
Und was tu ich dann? Ich denke immer noch, es wäre okay, die Person würde mich in Wirklichkeit doch wertschätzen. Ich verzeihe. Doch wieso tu ich das? Das Vertrauen ist doch eh vergangen. ABER. Ich will diese Person nicht verlieren. Könnte mir kein Leben ohne dieser vorstellen. Ich möchte sie dabei haben, bei jedem Hoch und Tief. Deshalb bleibt sie hier, bei mir und verletzt und enttäuscht mich weiterhin.
Nun ist, glaub ich, die Zeit gekommen, an der man sagen muss was die Sache ist. Nun kenn ich meinen Limit. Wo er sich befindet? Dort wo mir mein Gegenüber zeigt, ich wäre ihm doch egal. Sie oder er wären doch so was besonderes. So besonders, dass sie sich alles erlauben dürften.
Und das ist der Moment an dem ich mich an euch wende, denn niemand hat das Recht euch zu verletzen. Egal wie viel Geld sie haben mögen, egal wie beliebt oder wie hübsch sie doch sind. Wenn wir jemandem unser Vertrauen schenken, dann muss er oder sie es wertschätzen. Denn wir sind alle gleich. Und wir verlangen alle dassselbe. Vertrauen für Vertrauen, so lautet die Devise. Wir können nicht verlangen ohne zu geben. Und wir können auch nicht geben ohne zu verlangen. Das hab ich gemacht. Vertrauen geschenkt, und Leid bekommen. Nicht gerade das, was ich erwartete.
Ich denke nach. Über die Dinge, die geschehen. Über die Menschen, die mich nicht verstehen. Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, eines Tages würd ich doch die Guten kennenlernen. So lange aber, bin ich vorsichtig , mit dem was ich mach. Bin vorsichtig, was es die Menschen angeht. Bin vorsichtig. Und das mit dem Vertrauen? Das bewahre ich für die Menschen auf, die es auch verdienen.

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