I’m a workaholic

„Hast du heute Zeit?“ Als ich das gefragt wurde, guckten mich die meisten ziemlich komisch an, als ich meinen Terminkalendar aus der Tasche zuckte und ihnen sagen musste, dass ich leider erst in einer oder zwei Wochen wieder Zeit hätte.

Es vergingen ein paar Monate seitdem diese Situation zu meinem Alltag gehörte. Ich war ständig unterwegs, arbeiten an neuen Projekten, mich weiter entwickeln, neues lernen. Zeit für Freunde? Nur beschränkt. Zeit für mich selber? Fehlanzeige. Man muss sich ja stets fort bewegen. Stehen bleiben? Entspannen? Nein, nein, nein! Du musst etwas tun, keine Zeit zum faulenzen. Es war schwierig so zu leben, doch ich musste die Anforderungen, die ich mir selber stellte, erfüllen und ihnen gerecht werden. Ich hätte auch weiter so gemacht, doch irgendwann ging es nicht mehr, das machte mir nicht nur mein Körper, sondern auch mein Umfeld deutlich. Also gab ich manche Sachen auf, nahm mir nicht mehr so viel vor und versuchte auch zu entspannen, was ziemlich schwer war. Für viele wird es sich sicher ziemlich komisch anhören, aber ich musste es erstmal lernen, zu entspannen. Es war ein neuer Abschnitt, denn plötzlich hatte ich Zeit. Zeit für Sachen, die sonst eigentlich immer hinten anstehen mussten. Plötzlich konnte ich spontan sein und das machen, worauf ich Lust hatte. Doch auch jetzt, Monate später, bin ich stets am arbeiten. Zugegeben, ich arbeite nicht mehr so viel wie früher und nehme mir auch ab und zu Zeit für mich selbst. Treffe Freunde und habe Spaß am Leben, aber ich investiere auch sehr viel Zeit in verschiedene Projekte. Das gehört irgendwie zu mir. Ich fühle mich schlecht, wenn ich nichts tue, was mich weiter bringt, wenn ich das Gefühl habe, alle schwimmen weiter, nur ich bleibe stehen. Wenn ich einen Tag nichts gemacht habe, nur entspannt, Filme geschaut dann geht es mir schlecht. Ich mache mir selber Vorwürfe und als mein Blick dann noch auf die lange TO DO Liste fällt, ist mein Gewissen noch schlechter. Also nehme ich mir dann für den nächsten Tag noch mehr vor, um das was ich an dem Tag, wo ich entspannt habe, nicht gemacht habe, es hätte aber machen können, zu erliedigen. Auf die Dauer kann solch ein Lebensstil anstrengend werden. Ich versuche stets das Beste zu geben. Arbeite lange an mir und an den Zielen, die ich mir setze. Egal ob draußen die Sonne scheint oder es schon spät Nachts ist, ich muss vorankommen…

Untitled (25)

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